An der Anne-Frank-Schule wurde ein lang gehegter Traum Wirklichkeit: Das Rollstuhlfahrerkarussell dreht sich seit gut einer Woche auf unserem Schulhof!

Erste Ideen kamen vor vielen Jahren auf, eine lange Planungsphase mit Schülerbefragung und viel Elternbeteiligung folgte, und schließlich fiel vor etwa einem Jahr der Startschuss für ein großes Sponsoringprojekt von Schule und Förderverein. Ziel war das Karussell – und  auch noch ein Niedrigseilgarten. Aber die Geschichte wird an anderer Stelle erzählt werden.

 Eine fleißige Arbeitsgruppe schrieb viele Anträge, telefonierte, schrieb mails, verteilte Flyer und und und… Und wir erlebten dann eine riesige Spendenbereitschaft, um unsere Pläne zu unterstützen. Das Deutsche Kinderhilfswerk gab die größte Summe für das Karussell. Auch die Stahlwerkstiftung, die GMH Recycling GmbH, die Iris Stumpe Stiftung, der Osnabrücker Club, die Stadtwerke Osnabrück mit „Unser Projekt“, die Firmen Gehrmeyer und Schuchmann, die Mitarbeiter des Landkreises Osnabrück, der Peter Jeda Fond und viele Privatpersonen haben sich an unserem Erfolg beteiligt. Über viele Zwischenschritte hat die Presse dankenswerter Weise berichtet.

Dann kam der große Lockdown wegen Corona, und es wurde auf einmal wieder unklar, wie wir weitermachen können. Und wo sollte das Karussell überhaupt stehen? Intensive Diskussionen folgten. Und schließlich konnten wir doch mit Hilfe der Stadt Osnabrück als Schulträger – die sich auch finanziell beteiligt hat – Ende März tatsächlich den Auftrag vergeben, das Karussell zu bauen. Ein großer Schritt – aber trotzdem fühlte es sich noch unwirklich an, denn sehen konnte man ja noch nichts.

Es bestand schließlich die Hoffnung, dass wir nach den Sommerferien ein hoch attraktives Spielgerät mehr auf unserem Schulhof haben würden. Und tatsächlich: Mitte August kam ein Bagger und buddelte ein kreisrundes Loch direkt am Ausgang auf den Schulhof.  Und endlich, endlich fuhr ein paar Tage später ein Transporter vor, der das bunte Karussell geladen hatte! Nachdem es in das Loch eingepasst wurde, musste noch viel Kleinarbeit beim Pflastern und Zuschneiden des Fallschutzes geleistet werden. Ein spannender Prozess!

Am 25. August, zwei Tage vor Schulstart, wurde im Beisein der Presse (hier der NOZ-Artikel) eine Zeitkapsel in das Fundament des Karussells eingelegt: der Förderverein hatte der Schule zum 50jährigen Jubiläum im letzten Jahr diesen Metallzylinder geschenkt, um ihn mit Zeitzeugnissen für die Nachwelt mit einzubauen. Ein feierlicher Moment!

Nun mussten wir nur noch auf die Endabnahme warten, so dass die Schule bereits ein paar Tage wieder begonnen hatte, als wir eine kleine Eröffnung feiern konnten. Aufgrund der Pandemie musste eine große Versammlung leider entfallen. Die Klassen von zwei unserer Hauptwerbeakteure für das Karussell – Julius und Bastian – durften daher die Jungfernfahrt am 7. September 2020 antreten. Alle hatten richtig Spaß – der Adrenalinspiegel stieg bei Julius mächtig an. Und Jemain erklärte, dass man sich wie in einer anderen Welt fühlt, wenn man mitfährt – alles rundherum verschwimmt.

Seitdem erfreut sich das Karussell sehr großer Beliebtheit – alle Altersstufen findet man darauf, und es wird gespielt und gedreht!

Ein riesiges Dankeschön an alle, die dies möglich gemacht haben – durch Engagement, Planung, Zustimmung und finanzielle Unterstützung!!!

Impressionen des Aufbaus:

 

 

 

 

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