Im Fach GPE bei Frau Lindemann haben wir, die Schülerinnen und Schüler der Lerngruppe Lübken-Grünloh, am 10. März einen kleinen Rundgang um den Domplatz und den Rathausplatz gemacht, um Stolpersteine kennenzulernen. Wir sind mit den Schulbullis zum Dom gefahren. Dann haben wir besprochen, was Stolpersteine sind.
Stolpersteine sind quadratische kleine Messingtafeln, die im Boden vor Häusern eingelassen sind und auf die man aufmerksam werden soll. Sie enthalten Informationen zu den jüdischen Menschen, die in den Häusern gelebt haben. Die Stolpersteine erzählen, wie die Menschen hießen, wann sie geboren sind und in welchem Konzentrationslager sie eventuell gestorben sind oder ob sie die Zeit der Nationalsozialisten überlebt haben.
Man nennt sie Stolpersteine, weil man – wie der Name sagt – beim normalen Gehen darüber stolpert. Damit wird man aufmerksam auf das Schicksal der jüdischen Menschen zur Zeit der Nationalsozialisten.

 

Vom Dom aus machten wir einen Rundgang, auf dem wir die Stolpersteine suchten und uns ganz genau angeschaut haben.

Als wir wieder am Domplatz waren, haben uns eine Ausstellung von jüdischen Sportlern vor und in der NS-Zeit angeschaut. Wir haben zum Beispiel Rudi Ball kennengelernt. Er war ein jüdische Eishockeyspieler. Weil er so gut war, haben die Nazis ihn nicht sofort ausgeschlossen sondern ihm erlaubt, weiter für Deutschland anzutreten. Hierfür wurde er dann als „Halbjude“ bezeichnet. Er ist 1911 in Berlin geboren und ist am 19.9.1979 gestorben. Seine Karriere begann 1928.

Danach sind wir zur Markthalle gelaufen. Wir mussten kurz warten, weil die Halle noch gar nicht auf war. Ein Mann hat einem Schüler von uns eine FFP 2 Maske geschenkt, weil in der Halle Maskenpflicht herrschte. Dann durften wir eine halbe Stunde alleine sein, um uns Essen zu holen.
Anschließend sind wir durch die Innenstadt zur Eisdiele gelaufen und jeder hat 1 Kugel Eis bekommen. Zurück ging es zum Domplatz. Dort haben schon die Bullis auf uns gewartet und uns zur Schule zurückgefahren.
Geschrieben von den Schülerinnen und Schülern der Lerngruppe Lübken-Grunloh